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BRUDER WIND
Seit ich mich ertrage, Seit ich bin wie du, Leicht und ohne Klage, Strömt der Glanz aus Sage Wieder auf mich zu.
Gleich wohin ich gehe, Webt die Melodie Deines Sanges, sehe Ich, still ich stehe, Atmende Magie.
Zwar muß ich mir pumpen Geld und Allerlei, Wate oft in Lumpen Durch der Sorge Gumpen: Aber ich bin frei,
Kann die Dinge spüren, Wie sie wirklich sind, Kenne keine Türen, Die zu Zwang verführen, Du, mein Bruder Wind.
Berge sah ich glühen, Meere, Steppen auch, Und durch alle Mühen Trug mich dein Erblühen Und du warst mein Hauch.
Niemand kann mich halten, Weil ich treu dir bin: Himmlisches Gestalten, Deines Wesens Walten, Gibt mir einen Sinn.
Ich dich trage, ahne, Überall entfacht, Gerne auch im Wahne, Wehend um die Fahne Wild durchzechter Nacht.
Einmal werden fliegen, Dürfen Eins wir sein, Ganz erlöst vom Siegen, Zwischen Sternen liegen, Du und ich – allein…
© Uwe Nolte, 2014 Aus der Sammlung Wilder Kaiser
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